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| Begriff | Definition |
|---|---|
| Mineralischer Feststoffdünger |
Mineralische Feststoffdünger sind auch unter den Namen anorganische Dünger oder Mineraldünger bekannt. In ihnen liegen die düngenden Stoffe in aller Regel in Form von Salz bzw. Salzen vor. Lediglich bei Flüssigammoniakdünger ist dies nicht der Fall. Der Einsatz von Mineraldüngern kann in Granulat- oder Pulverform, häufig als Phosphate oder Sulfate oder in flüssiger Form (Flüssigdünger) erfolgen. Es sind meist qualitativ minderwertige Dünger aus dem Baumarkt, dem Supermarkt oder vom Discounter. Mineralische Dünger gewinnt man meist aus dem Bergbau in Form von Mineralien. Diese können jedoch oft nicht direkt zur Düngung eingesetzt werden und müssen daher im Vorfeld viele unterschiedliche chemische Prozesse durchlaufen (z.B. Haber-Bosch-Verfahren oder Phosphataufschluss). Es kommen jedoch auch weniger stark veredelte Produkte zum Einsatz, wie Kalisalze oder Kalk. In der Landwirtschaft werden sie bis heute mit eingesetzt, jedoch werden die umweltschädlichen Einflüsse erst langsam erkannt und wirksam bekämpft. Synthetische Dünger zeichnen sich durch sehr hohen Energieaufwand bei der Herstellung aus. Ferner führt die mineralische Phosphatdüngung zu einer verstärkten Belastung der Böden und des Grundwassers mit dem toxischen und radioaktiven Metall Uran. Dies gelangt so vermehrt in die Nahrungskette und somit auch in den menschlichen Organismus. Zusätzlich kommt es zu einer Anreicherung des Bodens und Grundwassers mit dem hochgiftigen Metall Cadmium, welches so in unsere Nahrungskette gelangt. Sogenannte Stickstoffdünger sind vielfach Ammoniumnitrat, Ammoniumsulfat und Kaliumnitrat und werden aus den Stoffen Ammoniak und Salpetersäure hergestellt. Kalisalze werden im Bergbau gewonnen, dann aufbereitet (Kaliumchlorid-Dünger) oder zu Kaliumsulfat umgesetzt. |


