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Begriff Definition
Hornspäne

Hornspäne sind ein Düngemittel, welches aus zerkleinerten Hörnern und Hufen von Rindern / Schlachtvieh besteht. Wurde das Ausgangsmaterial zermahlen, bezeichnet man es als Hornmehl.

Hornspäne und Hornmehl zeichnen sich durch ihre ph-neutrale Wirkung auf den Boden aus. Horndünger ist sehr stickstoffhaltig, da er organischen Ursprungs ist (12% - 15% N), K2O und P2O5 liegen unter 1 %. Da er einen hohen Gehalt an Phosphor und Stickstoff besitzt, wirkt er Humus bildend.

Trotz des hohen organischen Anteils von ca 80-85% lässt sich mit der Anwendung von Horndünger der Anteil organischer Substanz im Boden nicht sonderlich erhöhen, da die enthaltende organische Substanz sehr leicht abbaubar ist. In Abhängigkeit der Bodenparameter Temperatur, Feuchtigkeit, Durchlüftung, sowie der Spangröße hält die Stickstoffwirkung von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten an. Da sich Hornspäne sehr langsam zersetzen, ist eine Überdüngung fast unmöglich.

Man unterscheidet anhand der Korngröße:

  1. Hornmehl < 1mm (siehe Abbildung unten)
    Hornmehl. Stickstoffgehalt der Probe: 12 % N

  2. Hornspäne 1mm – 5mm (siehe Abbildung unten)
    Hornspäne. Stickstoffgehalt der Probe: 14 % N

  3. Horngries > 5mm

Die BSE-Krise in den 90er Jahren schlug sich in einem Rückgang bei der Verwendung von Hornmehl, Hornspänen und Horngries als Düngemittel nieder. Denn in einer Veröffentlichung der EU-Kommission werden diese Stoffe im Hinblick auf die Verbreitung von BSE zwar als unbedenklich eingestuft, jedoch lässt sich noch nicht mit Sicherheit ausschließen, dass Horndünger einen Einfluss auf die Ausbreitung des BSE Erregers hat.

Die Anwendung der Hornspäne erfolgt entweder großflächig direkt auf die feuchte Erde, in welche man ihn dann einarbeitet oder auch direkt in das Pflanzloch. Letzteres ist bei Neuanpflanzungen oder Staudengewächsen zu empfehlen.

Tipp: Hornspäne in den Kompost geben - Das beflügelt den Verrottungsprozess und erhöht den Nährstoffgehalt des entstehenden Komposts.

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